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Als Walter Wittek 1979 mit einem kreisrund profilierten Ring experimentiert, ist dies gleichzeitig ein Aufbruch in die Moderne des Schmuckdesigns. Anstatt zu versuchen, die Fassung zu minimieren, sucht er – gestalterisch wie technisch – nach einer Möglichkeit, ganz auf sie zu verzichten. Dazu schneidet Wittek einen Spalt in die behutsam auf Spannung geschmiedete Ringschiene. In diesen „Lichtschlitz“ setzt er einen Brillanten ein, der unter der Spannung der Ringschiene zwischen deren glatten Enden sicher gehalten wird. Ein langer künstlerischer und schöpferischer Prozess, der Geduld, Konzentration, Materialbeherrschung sowie Präzision in der Detailarbeit verlangt. Am Ende steht der Niessing Spannring®, eine revolutionäre Idee, die in der Schmuckmanufaktur Niessing seit 1979 kontinuierlich kultiviert und weiterentwickelt wird. Im Gegensatz zu »klassischen« Brillantringen besticht der Spannring durch die Reduktion auf das Wesentliche. Seine formale Ästhetik orientiert sich an der Idee des Kreises. Ein Kreis hat keinen Anfang und kein Ende – er symbolisiert die Ewigkeit. Der Kreis wird an einer Stelle geöffnet. Hier findet ein Diamant seinen Platz. Er verkörpert das Licht. Der Stein scheint zu schweben, sein Funkeln ist von allen Seiten sichtbar. Im Gegensatz zu klassischen Fassungen gibt der Spannring den Blick frei auf die ganze Schönheit eines geschliffenen Brillanten. Die Präzision und das Lichtspiel des Brillantschliffs mit seinen 56 Facetten faszinieren und fesseln zugleich. Heute gilt der Niessing-Spannring® als Klassiker der modernen Schmuckgestaltung. Er ist seit dem Jahr 2001 auch juristisch als Kunstwerk anerkannt und ist somit urheberrechtlich gegen Nachahmungen geschützt. In den zurückliegenden drei Jahrzehnten fand der Spannring Aufnahme in zahlreichen Museen und Sammlungen im In- und Ausland. Von seiner ursprünglichen Faszination hat er in dieser langen Zeit nichts verloren. Er ist lebendige Schmuckkultur geworden und findet täglich neue Freunde. |
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